WagnerCafé - Lichtgestalten für Schwule?

Roland H. Dippl  

Tschaikowskiplatz 7
01796 Pirna

Tickets from €12.00
Concessions available

Event organiser: Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna mbH, Am Markt 7, 01796 Pirna, Deutschland

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Schüler, Studenten

per €8.00

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Prices incl. VAT plus postal and service charges

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Ermäßigungsberechtigt sind Schüler und Studenten.

Die Begleitperson eines Schwerbeschädigten mit Ausweis B erhält freien Zutritt. Die Karte ist im TouristService Pirna oder unter Tel.: 03501 556 443 erhältlich. Die Ermäßigungsberechtigung ist am Einlass vorzuweisen.
Tageskasse zzgl. 2 Euro pro Ticket.
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Event info

Gibt es in Siegfried Wagners umfangreichem Musiktheater-Schaffen Ansätze zu einer „schwulen Ikonographie“, die sich von der heteronormativen Ausrichtung der verbürgerlichten Kunstform Oper unterscheidet? 2017 beschäftigte sich eine Ausstellung des Schwulen Museums in Zusammenarbeit mit der Internationalen Siegfried-Wagner-Gesellschaft und Leihgaben der Villa Wahnfried erstmals umfassend mit dem Bayreuther Festspielleiter im Spannungsfeld zwischen „Bestimmung“ und seiner schillernden sexuellen Orientierung. Der Referent spezifiziert das höchst individuelle Schaffen Siegfried Wagners in der Kultur seiner Zeit. Er stellt in ausgewählten Szenen aus Schwarzschwanenreich, Die heilige Linde und Banadietrich einige der im Werk Siegfried Wagners gegen den konventionellen Blick erkennbaren schwulen Zeichen und Symbole vor. Eine Spurensuche.

Preis inklusive Kaffee und einem Stück Kuchen

Location

Jagdschloss
Tschaikowskiplatz
01796 Pirna
Germany
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Das Jagdschloss in Graupa ist architektonisch ein wahres Schmuckstück und auch kulturgeschichtlich sehr bedeutsam. Seit 2013 ist es Teil der Richard-Wagner-Stätten Graupa und beherbergt eine moderne multimediale Ausstellung zum Thema „Richard Wagner in Sachsen“. Ein Holografietheater zeigt technisch brillant umgesetzt Verwandlungsszenen aus den Opern „Lohengrin“, „Der fliegende Holländer“ und „Rheingold“. An einem virtuellen Orchestergraben kann sich jeder als Dirigent fühlen oder einfach sehen, wie Musik klingt. Und natürlich dürfen in einem Museum zu Richard Wagner auch Hörstationen nicht fehlen. Der angrenzende Schlosspark mit seinen Jahrhunderte alten Bäumen lädt zu einem Spaziergang ein. Ganz nebenher erhält man auf Texttafeln Informationen zu wesentlichen Lebensstationen des Komponisten und einen traumhaften Blick gen Elbtal, Sächsische Schweiz und Osterzgebirge.

Das Schloss zeigt noch heute vielfältige Spuren seiner langen Geschichte, die als Gutsbesitz mit Wirtschaftshof begann. Verschiedene Adelsgeschlechter sind nachweisbar. Ausmalungen im Schlossinneren sowie ein prächtiger Wappenstein zeugen noch heute vom Wirken der Familie von Friesen. In der Mitte des 18. Jahrhunderts erwarben die Wettiner die Anlage und bauten sie zu einem barocken Jagdschloss (Raupenberg) aus. Jagdwege, die von Pillnitz nach Graupa führen sowie ein auf Balthasar Permoser zurückgehendes Jagdrelief über dem Schlosseingang künden noch immer von der Jagdleidenschaft der fürstlichen Besitzer.

Auch wenn Richard Wagner während der Zeit seiner Sommerfrische 1846, in der er die Kompositionsskizzen zu seiner Oper "Lohengrin" schuf, nicht im Schloss gewesen ist – es wurde damals als fürstliche Amtsförsterei genutzt – so sind seine Spuren doch im ganzen Ort und vor allem in dem nur wenige Meter entfernten Lohengrinhaus präsent.